| Blasenentzündung |
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Wenn die Katze unsauber wird...
Sie fragen sich, was Tierpsychologie mit Blasenentzündung zu tun hat? Viel. Aber eines muss immer am Anfang stehen: der organische Befund. Der Weg zum Tierarzt kann und darf nicht hinausgeschoben werden. Was immer auch in Katzenforen, Diskussionsrunden, von wohlmeinenden Nachbarn und angeblichen Katzenkennern erzählt wird: Eine der häufigsten Ursachen für Unsauberkeit bei Katzen ist Blasenentzündung. Jeder Tierpsychologe kennt das: Spätestens an diesem Punkt kommt die Antwort der Besitzer: "Nein, meine Katze ist nicht krank. Sie frisst normal und verhält sich normal." Leider hat das nichts, aber auch gar nichts zu bedeuten. Eine Diagnose kann zutreffend nur der Veterinär stellen. Und jeder Tierhalter, so gut er seine Katze auch zu kennen meint, ist medizinischer Laie. Dass Katzen Schmerzen nur dann zeigen, wenn es gar nicht mehr geht, hat mit einem Überlebensinstinkt zu tun. Kranke Tiere würden in der Natur unerbittlich ausgesondert und leichte Beute für Fressfeinde. Von unauffälligem Verhalten also auf Gesundheit zu folgern, ist ein bedauerlicher Trugschluss. Der Tierarzt kann untersuchen, ob im Urin Eiweiß oder Blut oder Ablagerungen nachgewiesen werden können - nur das ist letztlich ein Indiz für eine Infektion oder sogar Harnsteine. Beides sorgt für ständige Schmerzen und führt zu einer Meidereaktion. Die Katzentoilette wird mit Schmerzen in Verbindung gebracht: Das Tier sucht nach Alternativen. Warme, weiche Unterlagen, besonders, wenn sie nach Mensch riechen, helfen gegen die Angst und beruhigen. Wen wundert es da, dass Katzen auf Sofas, Betten und Kleidung urinieren? Wer leichtfertig behauptet, die Katze pinkele aus Protest, ohne organische Ursache ausgeschlossen zu haben, handelt fahrlässig. Tierschützer haben damit blutige Erfahrungen: Oft genug wird ein krankes, unsauberes Tier auch noch abgegeben - zum körperlichen Schmerz kommt als "Dank" auch noch das Trauma des Verlustes und die Angst. |
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