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Die Gefühlswelt der Katzen - FORTSETZUNG
Jeder Katzenbesitzer ist davon überzeugt, dass sein Tier Gefühle hat. Aber erkennen wir immer, um was es sich handelt? Oder stülpen wir quasi dem Tier menschliche Emotionen nur über? Die Liste ist schier unendlich lang: Bei genauer Betrachtung scheinen Katzen einfach gegen alles und jedes mit Urinieren zu protestieren, was dem Menschen einfällt. Dabei ist, wie die Verhaltensforschung schon lange erwiesen hat, eine solche Reaktion den Feliden völlig fremd. Weder wollen sie ihren Menschen bestrafen, noch erziehen, noch etwas erzwingen, weil alles das im Katzenverhalten einfach nicht angelegt ist.

Wohl aber empfinden die Tiere nachweisbar Angst, Verstörung und Verunsicherung, was dazu führen kann, dass die Toilette gemieden wird. Und sie empfinden unter Umständen Schmerzen. Die zu erkennen, fällt Menschen nicht leicht, weil der ureigene Instinkt dem Tier rät, sie möglichst zu verbergen, um sich Fressfeinden nicht als Beute anzubieten. So ist die Zahl der scheinbar völlig gesunden Katzen, die aus „Protest urinieren“, aber in Wirklichkeit unter Blasenentzündung oder Harngrieß leiden, ungeheuer hoch.


Verspürt die Katze bei jedem Absetzen von Urin ein Brennen, wird sie aufgrund der Gleichzeitigkeit von Gang zur Toilette und Schmerzen die Toilette genau dafür verantwortlich machen und sie meiden. Unsauberkeit ist bei Katzen ein durchaus komplexes Problem, aber eines ist es nie: Protest.
 
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