| Demenz bei Haustieren |
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Wenn Hund und Katz in die Jahre kommen, werden sie von ähnlichen Alterskrankheiten geplagt wie der alte Mensch. Dazu gehört auch das Nachlassen der geistigen Fähigkeiten, beim Menschen „Demenz“ genannt. Korrekt: „Kognitive Dysfunktion“.
( Bild: Hund Nabuco kommt aus einem rumänischen Tierheim und ist neun Jjahre alt. Er ist geistig fit, hat aber das eine oder andere Problemchen mit seinen Knochen. Für ihn sucht die Aktionsgemeinschaft für Tiere eine Dauerpflegestelle und Paten. )
Die optimale Versorgung des geliebten Haustieres mit hochwertiger Nahrung und die moderne Tiermedizin machen es möglich, dass immer mehr Katzen 20 Jahre oder älter werden. Selbst große Hunderassen haben heute eine längere Lebenserwartung als noch vor einigen Jahren. Alterskrankheiten wie Arthrosen, Herzschwächen, Nierenleiden usw können recht gut tiermedizinisch behandelt werden.
Demenz zeigt sich bei Katzen und Hunden durch verschiedene auffällige Verhaltensweisen: - Stundenlanges Vokalisieren (bei Katzen), das sich nicht unterbrechen lässt - Unruhiges Umherwandern in der Nacht - Räumliche Desorientierung, Türen und Fenster werden an den falschen Stellen gesucht - Wände werden angestarrt, Sinnestäuschungen führen zu Verwirrung und unsinnigen Verhaltensweisen - Gesteigerte motorische Unruhe, verringertes Schlafbedürfnis - Vermehrtes Schlafbedürfnis, nachlassende Aktivität - Stereotypien, zwanghaft wiederholte Verhaltensweisen, wie Lecken, Bellen, im Kreis laufen, Pfoten benagen - Das Fressen von ungenießbaren Dingen - Bekannte Menschen/Hunde werden plötzlich nicht mehr erkannt, die Reizschwelle für aggressives Verhalten sinkt - Ängstliches Verhalten wird verstärkt, bis hin zu Phobien Einzelne oder mehrere Symptome können bei einem dementen Tier auftreten.
Ein dementes Tier leidet nicht unter seiner Demenz, eher der Mensch, der vielleicht nicht mehr schlafen kann, weil seine Katze stundenlang schreit oder sein Hund ruhelos durchs Schlafzimmer läuft. Demenz ist kein Grund, ein Tier einschläfern zu lassen, wenn es offensichtlich noch Lebensqualität hat. Die elementaren Bedürfnisse wie Fressen, Schlafen, Ausscheiden, Spielen, Schmusen, Körperpflege sollten noch zu befriedigen sein. Was kann der Besitzer eines dementen Tieres tun?- Für die optimale tiermedizinische Betreuung sorgen - Rücksicht auf die veränderten Verhaltensweisen des Tieres nehmen - Für Ruhe und gelassenen Umgang sorgen - Feste Zeiten und Rituale einhalten - Räumliche Veränderungen vermeiden - Die verbliebenen geistigen Fähigkeiten des Tieres fördern - Oropax in den Ohren des Menschen sorgt für eine ungestörte Nachtruhe |
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