| Aggression? Schmerzen! |
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Im Fressnapf-Journal Monat Februar finden Sie in unserer Katzenkolumne einen Artikel zum Thema Katzen und Schmerzen. Egal ob Hund oder Katze: Plötzlich auftretende, unerklärliche Aggression legt immer den Verdacht auf Schmerzen und organische Befindlichkeiten nahe. Katzen verbergen leider ihren Schmerz noch mehr als Hunde und so ist es soft sehr spät, wenn nicht zu spät, wenn der Mensch aufmerksam wird. Bitte gehen Sie mit einem aggressiven Tier unbedingt zum Arzt und und lassen Sie es besonders gründlich untersuchen. Hier ein Auszug aus dem Artikel im Fressnapf-Journal: Kennen Katzen keinen Schmerz?
Manchmal ändert sich ganz plötzlich und unerklärlich das Verhalten eines Minitigers. Dann heißt es: Schnell zum Tierarzt.
Das lässt viele Katzenbesitzer verzweifeln: Das geliebte Tier uriniert überall hin, nur nicht mehr in die Toilette. Dafür in das Bett, auf die Couch, in die frisch gewaschene Wäsche, auf die Badematten….kein Ort ist sicher. Dabei hat sich im Leben nichts verändert, was dieses Verhalten begründen könnte. Da stellen die Halter dann schnell die Diagnose: Protestpinkeln. Und sie finden die ungewöhnlichsten Gründe dafür, nur einen nicht: Schmerzen. Wenn der Verhaltensberater in solchen Fällen nach dem letzten Tierarztbesuch fragt, dann kommt fast immer die Antwort: „Wieso denn, meine Katze ist gesund, sie frisst normal.“ Es ist aber sein bedauerlicher Trugschluss, vom Fressverhalten auf Schmerzfreiheit zu schließen: Denn gerade eine Blasenentzündung ist oft die Ursache dafür, dass Katzen die Toilette meiden, weil sie beim Absetzen von Urin ein intensives Brennen verspüren. Dann suchen sie instinktiv warme, weiche, nach Mensch duftende Unterlagen, die gut saugen, vertraut sind und gegen die Angst wirken.
DIE TOILETTE WIRD FÜR SCHMERZEN VERANTWORTLICH GEMACHT
Eine Blasenentzündung oder Harngrieß bedeuten aber noch lange nicht, dass sich das sonstige Katzenverhalten verändert, etwa dass die Tiere weniger fressen. Außerdem sind Katzen wahre Meister darin, Schmerzen so lange wie möglich zu verbergen – leider. Indianer kennen keinen Schmerz? Katzen scheinbar auch nicht. Denn wenn sie ihn doch einmal zeigen und der Mensch eine Veränderung bemerkt, ist es oft sehr spät, wenn nicht zu spät. Wie etwa bei der chronischen Niereninsuffizienz: Trinkt der Stubentiger übermäßig viel? Das muss nicht, kann aber ein Anzeichen für Nierenprobleme sein. Rückzug, Aggression selbst gegen vertraute Menschen oder Mitkatzen, Scheu vor dem Anfassen, veränderte Fress- oder Trinkgewohnheiten sind absolute Alarmsignale, die sogar wir Menschen bemerken und bei denen der Halter ohnehin schnellstens den Tierarzt aufsuchen sollte.
AUFMERKSAMKEIT IST WICHTIG
Aber auch für uns eher uneindeutige Signale verdienen Beachtung: Verkriecht sich das Tier ohne plötzlichen Grund? Will plötzlich nicht mehr den gewohnten Freigang antreten oder nicht mehr nach Hause kommen? Spielt weniger, schläft viel mehr als sonst? Auch dann sollten den Besitzer sofort den Tierarzt konsultieren, denn der Grund kann ein organisches Problem sein. Und das sorgt oft für Verstörung und Angst. |
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