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Brauchen wir den Hundeführerschein?
Der Beißvorfall in Cottbus, bei dem ein Huskymischling einen Säugling tötete, hat die Diskussion um den Hundeführerschein wieder neu belebt.

Können Eltern eigentlich ihre Kinder jemals mit einem Hund alleine lassen, auch wenn es nur für wenige Minuten ist? Nach dem tragischen Vorkommnis in Cottbus branden die Diskussionen wieder hoch. Und schon gibt es wieder Anstrengungen  Muss in Zukunft jeder, der einen Welpen zu sich nach Hause holt, auch eine Hundeschule besuchen und dort eine Prüfung ablegen? Was ist mit erwachsenen Hunden? Hunden aus dem Tierschutz? Wer nimmt die Prüfungen ab, was sollen Hund und Herrchen denn überhaupt können und wer will das alles kontrollieren? Womöglich macht es Sinn, einen solchen Hundeführerschein nur für große "gefährliche" Rassen verbindlich vorzuschreiben. Aber was sind "gefährliche" Rassen? Nur Pitbull, Staff und Co? Oder auch Schäferhunde und Huskys wie Bingo?

Schon gibt es erste Auswirkungen dieses Vorfalls und der Diskussion auch in der aktuellen Politik. Zumindest für Hundehalter in Niedersachsen könnte sich bald etwas ändern: Niedersachsens neue Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen plant ein Gesetz, dass einen Befähigungsnachweis von Hundehaltern verlangt. Da haben wir ihn wieder, den Hundeführerschein. Man darf gespannt sein, wie die Umsetzung in Niedersachsen aussehen soll - wenn sie denn jemals kommt.

 
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